Montag, 20. Mai 2013

DIE VERGESSENE WIEGE DES " INSTITUTES FÜR MEERESFORSCHUNG/KIEL" AM FÖRDEWANDERWEG

Die Ruine des IFM im Wald von Kitzeberg
Wenn man sich auf dem Fördewanderweg zwischen Kitzeberg und Mönkeberg befindet, wird kein Fördewanderer daran erinnert, dass sich in dem Waldsdstück an der Förde die Ruinen des  Vorläufers des heutigen bekannten Zentrums für Ozeanforschung Geomar befinden.
Dieses Institut,  durch den Kieler Zoologen Adolf Remane 1937 gegründet, wurde bei einem Bombenangriff 1944 zerstört. Neben dem Direktor Hermann Wattenberg, wurden neun weitere Wissenschaftler und 15 Anwohnerbei bei diesem Bombenangriff getötet.
In diesem Institut wurden Forschungen zur Meereschemie betrieben, und vor allem Fragen zur ökologischen Gliederung der Ostsee und zur Biologie des Brackwassers bearbeitet.
Eine wissenschaftliche Großtat war die Entdeckung der Meiofauna durch Adolf  Remane. Eine Forschung, die von hier aus den Siegeszug um die ganze Welt antrat.
!998 , zum !00. Geburtstag von Remane, brachten die Schüler Remanes in einer Privatinitiative
an dem Fördewanderweg eine Gedenktafel an, die an die Gründung dieses Institutes (IFM) erinnern sollte.
Vor einigen Jahren wurde diese Bronzetafel gestohlen. Bis heute erinnert kein einziger Hinweis  an dieses Institut und sein schlimmes Ende. So gerät dieses Geschehen in völlige Vergessenheit.
Es hat nicht an Anregungen gefehlt, an dieser Stelle eine neue Hinweistafel (im Rahmen des Fördewanderweges ? ) anzubringen. Keines der dafür zuständigen Institute oder Einrichtungen fühlt sich dafür zuständig.


Bronzetafel zu zur Erinnerung an die Gründung des IFM 








Dienstag, 14. Mai 2013

Der Fördewanderweg in Heikendorf

Wer von Kiel kommend, den Fördewanderweg benutzt, der ist doch erstaunt, wie gut der Wanderweg mit instruktiven Schautafeln zu den verschiedenen Aspekten der Natur und der Wirtschaft ausgestattet ist. Diese Schautafeln werden von den Spaziergängern sehr gut angenommen

 

Beschilderung zum Thema Eiszeit

 Während die Stadt Kiel die Aufstellung solcher Tafeln zur Natur der Kieler Förde nachweislich aktiv verhindert (Warum ????) , haben Laboe und Heikendorf keine Proble damit?

 

 

Beschilderung zum Thema Fischerei
Beschilderung zum Thema Naturräumlichkeit

Samstag, 13. April 2013

Das Felsbiotop von Heikendorf

                                            FELSKÜSTE VON MÖLTENORT

Heikendorf verfügt wie Laboe mit seiner Dünenlandschaft über ein einmaliges Biotop an
der Kieler Förde :  Die Felslandschaft von "Möltenboe"
Allerdings wird dieses Biotop von den Verantwortlichen in seiner Bedeutung durch ein Denken von "gestern"überhaupt nicht erkannt. Trümmer, Ruinen passen nicht in ein gepflegtes Ortsbild. Das sieht man dann auch : Ein großer Zaun versperrt den Zugang zu dem Gelände, dahinter häuft sich Unrat an. Die Gegend wird zur ekligen Müllgrube.
Dabei zeigt sich gerade in der letzten Zeit, dass die jüngere Generation, die durch den Krieg oder die Nachkriegszeit nicht mehr so geprägt ist,  zu diesem Thema ein völlig anderes Vehältnis hat. An vielen Orten werden alte Bunker in Begegnungsstätten, Kulturobkjekte oder Museen umgewandelt.
Oder denken wir an die Kaiser Wilhhelm Gedächtniskirche, die als Mahnmal erhalten blieb. Wir haben nicht mehr viele Bauten aus dem 2. Weltkrieg, die als Zeitzeugen erhalten geblieben sind. Gerade an der Kieler Förde mit ihrer Geschichte sollten wir die letzten Weltkriegsbauten nicht vernichten. Wenn die Beseitigung dieser Trümmer nicht so teuer wäre, würden hier wahrscheinlich schon schicke Häuser für Betuchte stehen. Für die Felsen von "Möltenboe" sollte durch eine Schautafel der historische Bezug hergestellt werden.
Zum Uferschutz : Gerade an diesem von Eosion bedrohten Küstenabschnitt stellen die Felsen den
besten Küstenschutz dar. Ob die Tetrpoden, die sich nördlich anschließen,  so viel besser aussehen ?

Tetrapodenschutz in" Möltenboe"


Diese  Felslandschaft ist unter Wasser ein Biotop mit einer großen Artenvielfalt (Biodiversität). Es leben hier auch Tiere und  Pflanzen die auf der "Roten Liste"stehen.
Seegraswiesen vor "Möltenboe"
     Dieses Gebiet hat  hat füe die Gesamtökologie der geschädigte
Dieses Gebiet hat für die Gesamtökologie  der geschädigten Kieler Förde (Selbstreinigung) eine große Bedeutung. Im §8 des Landschaftsschutzesgesetzes von Schleswig Holsteinwird auf § 
18 des Bundesnaturschutzgesetzes verwiesen :  Geschützte Landschaften sind Landschaften, 
Algenwiesen vor Möltenboe"
die zum Schutz und zur Erhaltung der Leistungsfähigkeit und Funktionsfähigkeit  (hier der Kieler Förde) des Naturhaushaltes erfoderlich sindt. Vielleicht sollte man zur Kenntnis nehmen , dass es auch unter Wasser Biotpope und Landschaften gibt. Wie wenig die Unterwasserwelt "unserer schönen blaue Förde" zur Kenntnis genommen wird zeigt ein Artikel der KN vom28.6.012 .Ein Landschaftsarchitekt  stellt fest, dass auf diesem Küstenstreifen "keine besonders seltenen Pflanzen wachsen" Deulicher kann das Negieren der marinen Fauna und Flora nicht gemacht werden.

    
Traumhafte Unterwasserwelt erwartet den Taucher vor Möltenbö
                       


                                                                                               

Dieses Heikendorfer Felsbiotop ist ein bezauberndes Tauchrevier, das sehr an mittelmeerische Tauchgründe (Costa brava ) erinnert und auch in der Tauchreiseführerliterazur entsprechende Beachtung findet.
      Alle Argumente sprechen dafür, dieses Felsenbiotop aus der Schmuddelecke zuholen und              durch zum Wasser führende Metalltreppen, am Wasser velaufende Stege und
Plattformen, die einen Blick in die Unterwasserwelt gestatten, aufzuwerten. Besondere Bedeutung bekommt dieser Gedanke im Zusammenhang mit der geplanten "Gartenschau zu Wasser und zu Lande", in der auch Unterwassegärten vorgesehen sind.
Andere Gemeinden an der Ostsee planen schon lange zur Förderung das Tourismus füe viel Geld künstliche Riffe oder Tauchpfade anzulegen.
Hier in Heikendorf sind alle voraussetzungen dafür gegeben. man muss es nur wollen.


















Montag, 11. Februar 2013

Kieler Förde Ort Laboe





Marine Ehrenmal von Laboe


Das Marinehrenmal von Laboe ist nicht nur ein attraktver Ort für Touristen. Bei einem Blick vom Ehrenmal auf den Strand bekommt man eine Ahnung von dem dramatischen geomorphologischen Wechsel der Ostseeküste an dieser Stelle. Während im Süden die schleswig-holsteinische Fördenküste  mit den ihr eigenen Reizen  bis hiauf nach Flensburg beginnt, haben wir im Osten die letzten Ausläufer der ostholsteinisch-mecklenburgischen Ausgleichsküste mit ihren weiten Sandstränden.
In dieser breiten Flachwasserzone wandern riesige Sandriffe nach Westen und bilden am Fuße des Ehrenmales einen breiten Strand mit einem Strandsee.
"Sandbank" von Laboe



Die Kieler Förde bei Laboe
In dieser breiten Strandzone mit dem Strandsee, die heute ein Naturerlebnisgebiet ist, wachsen viele seltene Stranpflanzen und leben und brüten viele Vögel. Es befindet sich hier auch ein Vogelschutzgebiet.
Der Kreis Plön und die Gemeinde Laboe haben sich um dieses Gebiet sehr verdient gemacht und es ist die einzige Einrichtung dieser Art an der Kieler Förde. Es wurde hier nicht nur ein gut besuchter Campingplatz verlegt. Dieses Gebiet wurde unter Naturschutz gestellt. Naturkundliche Tadeln wurden aufgestellt und Plattformen für die Vogelbeobachtung gebaut.

Vogelbeobachtungsstand im Naturschutzgebiet von Laboe
Schautafel im Naturschutzgebiet Laboe
Strandsee im Vogelschutzgebiet von Laboe
                                                                                                   
Außerdem befindet sich hier die "Meeresbiolgische Station Laboe" ein privat geführtes Aquarium,das ein hervoragendes pädagogisches Konzept hat. Es besitzt auch ein eignes Forschungsschiff, das für Besucher Forschungsfahrten auf die Ostsee mit wissenschaftlichem Gerät durchführt.
Alles in allem könnte dieses Gebiet in Laboe anderen Gemeinden an der Förde  als Vorbild dienen.
Meeresbiolgische Station Laboe







Montag, 14. Januar 2013

DER RAHMENPLAN KIELER FÖRDE IN DER KRITIK

Sterbender Seestern in Todeszone vor Falkenstein
"Unsere schöne blaue Förde"
Am Montag, 8.1.2013 fand in Kiel die wohl endgültige Präsentation des "Förderahmenplans" vor der Öffentlichkeit statt.
Die Erwartungen im Hinblick Naturschutz waren hoch. Wenn ein Gesamtkonzept für die weitere Entwicklung der Kieler Förderegion erstellt werden sollte, war damit die
Erwartung der Ökologen verbunden, dass etwas für das schwer geschädigte Ökosystem Kieler Förde, dessen Zustand sich in den letzten Jahrzehnten dramatisch verschlechtert hat, getan werden müßte. Beispiel ist die Stadt Flensburg, die sich um die  Verbesserung der Ökologie der Flensburger Förde erheblich bemüht hat.

Die Realität in Kiel sah ganz anders aus. Es wurde zwar immer von "unserer
schönen blauen Förde" gesprochen. Aber die 3 Ziele des "Förderahmenplans" waren
ganz eindeutig: Wirtschsft, Wohnen undTourismus. Damit ist eine Chance,
etwas für die Gesamtentwicklung der Kieler Förde zu tun, vertan.
Auf den Punkt gebracht : Die Ökologie der Kieler Förde interessiert niemanden.
Ja, es läßt sich sogar mit Beispielen belegen, daß die Ökologie der Kieler Förde für
die Planer in Kiel nur ein störendes Element ist. Es wurde auf dieser Veranstaltung
in der Kieler Kunsthalle ganz deutlich, dass das Vorhaben  "Kieler Förderahmenplan"
nur ein großes Marketingprojekt ist, bei dem man die Kieler Förde als
Kulisse benötigt. Der Naturschutz in Kiel dient offensichtlich dazu, das
sich die Politiker auf den entsprechenden Veranstaltungen beim Blick durch das
 Mikroskop  (wobei der Blick angestrengt auf die Kamera gerichtet ist) den
 entsprechenden Ökotouch  für die Öffentlichkeit holen.