Montag, 14. Januar 2013

DER RAHMENPLAN KIELER FÖRDE IN DER KRITIK

Sterbender Seestern in Todeszone vor Falkenstein
"Unsere schöne blaue Förde"
Am Montag, 8.1.2013 fand in Kiel die wohl endgültige Präsentation des "Förderahmenplans" vor der Öffentlichkeit statt.
Die Erwartungen im Hinblick Naturschutz waren hoch. Wenn ein Gesamtkonzept für die weitere Entwicklung der Kieler Förderegion erstellt werden sollte, war damit die
Erwartung der Ökologen verbunden, dass etwas für das schwer geschädigte Ökosystem Kieler Förde, dessen Zustand sich in den letzten Jahrzehnten dramatisch verschlechtert hat, getan werden müßte. Beispiel ist die Stadt Flensburg, die sich um die  Verbesserung der Ökologie der Flensburger Förde erheblich bemüht hat.

Die Realität in Kiel sah ganz anders aus. Es wurde zwar immer von "unserer
schönen blauen Förde" gesprochen. Aber die 3 Ziele des "Förderahmenplans" waren
ganz eindeutig: Wirtschsft, Wohnen undTourismus. Damit ist eine Chance,
etwas für die Gesamtentwicklung der Kieler Förde zu tun, vertan.
Auf den Punkt gebracht : Die Ökologie der Kieler Förde interessiert niemanden.
Ja, es läßt sich sogar mit Beispielen belegen, daß die Ökologie der Kieler Förde für
die Planer in Kiel nur ein störendes Element ist. Es wurde auf dieser Veranstaltung
in der Kieler Kunsthalle ganz deutlich, dass das Vorhaben  "Kieler Förderahmenplan"
nur ein großes Marketingprojekt ist, bei dem man die Kieler Förde als
Kulisse benötigt. Der Naturschutz in Kiel dient offensichtlich dazu, das
sich die Politiker auf den entsprechenden Veranstaltungen beim Blick durch das
 Mikroskop  (wobei der Blick angestrengt auf die Kamera gerichtet ist) den
 entsprechenden Ökotouch  für die Öffentlichkeit holen.